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I don't like your girlfriend, I think you need a boyfriend

Summary:

Bob ist unglücklich in Peter verliebt, der mit Kelly zusammen ist. Sein Ventil für seine Gefühle findet er im Schreiben. Doch was, wenn sein Notizbuch in die falschen Hände gerät? Ist das das Aus für Die Drei Fragezeichen?

Notes:

HalliHallo,
das ist meine erste ddf ff und auch meine erste deutsche ff hier. Ich finde allgemein sollte man meine erste erste deutsche ff nicht zählen, weil ich 13 war und ich sie mittlerweile aus dem Internet entfernt habe, weil man das niemandem antun kann.

Ich hab das um 2 Uhr Nachts Korrektur gelesen, also falls irgendwelche Fehler drin sind, bitte Bescheid geben.

Bedanken könnt ihr euch bei Chris (@thewindkind), weil ich einen Anstoß brauchte, um mich zu trauen, auf Deutsch zu schreiben.

Mit dem Titel bin ich noch nicht ganz glücklich, aber was besseres ist mir dann auch nicht eingefallen. Also vielleicht wird der nochmal geändert.

CW: Rauchen

(See the end of the work for more notes.)

Work Text:

Bob saß an seinem Schreibtisch und versuchte zum wiederholten Mal den Text in seinem Geschichtsbuch zu lesen. Wie sollte er sich aber auch auf Geschichte konzentrieren, wenn Peter die ganze Zeit in seinem Kopf herumspukte? Es war natürlich nichts Neues für den dritten Detektiv, dass er schwul war, aber sich ausgerechnet in seinen besten Freund zu verlieben, der dazu noch in einer festen Beziehung war, war dann wirklich zu viel des Guten.

Bob schüttelte den Kopf. Es half ja Alles nichts. Er drehte seinen Schreibtischstuhl herum und stand auf. Er schaute sich in seinem Zimmer um. Sein Blick schweifte über die Bücherstapel und sein Bücherregal, das wohl wirklich stark überfüllt war. Als er sich weiter drehte, blickte er auf die Fotowand. Die meisten Bilder zeigten Justus und natürlich auch Peter. Jetzt reiß dich zusammen. Er zwang sich, seinen Blick abzuwenden und bewegte sich auf sein Bett zu. Er schloss seine Kopfhörer an sein Handy an und wählte seine Lieblingsplaylist aus. Sofort drang die Melodie von Let It Be in seine Ohren.

Der dritte Detektiv legte sich auf sein Bett und schloss die Augen. Dann atmete er tief aus. Es würde alles gut werden. Er musste einfach nur über Peter hinwegkommen. Peter war straight. Und mit Kelly zusammen. Das perfekte Paar. Top-Sportler und Cheerleader. So wie sich das eben gehörte. Er musste nur dafür sorgen, dass nie jemand davon erfahren würde, dass er jemals so für Peter gefühlt hatte. Er konnte ihre Freundschaft nicht riskieren. Im schlimmsten Fall würde seine Freundschaft mit Justus auch noch in Mitleidenschaft gezogen. Nein, das durfte er einfach nicht zulassen. Bob ließ seinen Kopf zur Seite fallen und öffnete die Augen. Seine Gitarre stand in der Zimmerecke und schien ihn schon beinahe herauszufordern. Eigentlich keine schlechte Idee. Er würde einfach einen Song schreiben und so die ganzen Gefühle vertreiben.

Der blonde Junge stoppte seine Musik und ließ sowohl seine Kopfhörer als auch sein Handy auf seinem Bett liegen. Dann holte er sein Notizbuch und einen Bleistift aus seinem Rucksack und setzte sich mit seiner Gitarre im Schneidersitz auf den Boden. Er fing an ein paar zufällige Akkorde zusammenzureihen, während er versuchte, die richtigen Worte zu finden. Doch je länger er versuchte, den perfekten Weg zu wählen, um seine Gedanken auszudrücken, desto mehr schienen sie vor ihm zu fliehen. Daher entschloss er sich kurzerhand dazu einfach zu singen, was ihm auf dem Herzen lag. Es sollte nicht perfekt sein, sondern nur für ihn.

Just another Thursday afternoon,
sitting in my room, trying not to think about you.
I can't help it, cause I'm haunted by your smile and your green eyes.
I wish I could rip my heart out and leave it there to die.
I'd do everything to keep you from seeing what I feel inside.

Bob wurde von einem Klopfen an seiner Zimmertür unterbrochen. Er legte seine Gitarre bei Seite und kritzelte schnell die Lyrics in sein Notizbuch. "Ja, bitte?", rief er dann der Zimmertür entgegen. Seine Mutter öffnete diese einen Spalt und streckte ihren Kopf herein. "Ich wollte dich gar nicht stören, aber Peter hat angerufen. Er braucht Hilfe bei den Hausaufgaben und wollte wissen, ob du vielleicht zu ihm rübergehen könntest.", dann machte sie eine kurze Pause, so als würde sie überlegen, was sie noch sagen sollte. "Weißt du-", fing sie den nächsten Satz an, "Ach, nicht so wichtig." Bob schaute sie für einen Moment verwirrt an. Dann fiel ihm wieder ein, was sie ihm vor etwa einer halben Minute mitgeteilt hatte. Peter hatte angerufen. "Danke, dass du mir Bescheid gesagt hast. Ich pack' am besten gleich meine Sachen und fahre rüber." Er lächelte seine Mutter an. "Gut. Melde dich, wenn du weißt, ob du mit uns oder noch bei den Shaws isst." Sie schloss die Tür und Bob seufzte.

Natürlich brauchte Peter ihn genau jetzt. Er nahm sein Notizbuch und sein Geschichtsbuch vom Schreibtisch und packte diese in seinen Rucksack, den er sich anschließend über die Schulter warf. Er steckte noch schnell sein Handy ein und bemerkte dabei, dass er 8 Nachrichten hatte. Alle von Peter. Der dritte Detektiv entsperrte sein Handy.

Peter [17.34]
Bob

Peter [17.34]
Ich kann das nicht mehr

Peter [17.35]
Mrs. Gale versucht mich umzubringen

Peter [17.35]
Kannst du bitte rüberkommen und mir bei Mathe helfen bevor ich an Gehirnüberlastung sterbe?

Peter [17.40]
Bob?

Peter [17.44]
Halloooo

Peter [17.52]
Schläfst du?

Peter [17.57]
Oder haben dich die Mathe-Hausaufgaben etwa schon umgebracht?

Peter [17.58]
Okay, ich rufe bei dir zuhause an.

Bob lächelte. Sein bester Freund konnte ganz schön dramatisch werden, wenn es um Hausaufgaben ging. Er sendete schnell eine Nachricht und versicherte dem zweiten Detektiv, dass er zur Rettung eilte. Kurz darauf lief er die Treppe herunter, verabschiedete sich von seiner Mutter, zog sich seine Converse an und ging zu seinem gelben Käfer. Er stieg ein, legte seinen Rucksack auf den Beifahrersitz und startete den Motor.

Etwa 10 Minuten später erreichte er Peters Haus und musste feststellen, dass auch Kellys Wagen in der Einfahrt stand. Sein Magen zog sich zusammen und er griff das Lenkrad so fest, dass seine Knöchel weiß hervortraten. Er parkte hinter Kellys Ford und schlug einmal gegen das Lenkrad. Dann atmete er tief ein und aus. Er musste sich unter Kontrolle halten. Der dritte Detektiv nahm seinen Rucksack und stieg aus, dann ging er so langsam wie möglich auf die Haustür zu und klingelte.

Wenige Sekunden später öffnete ihm ein breit-grinsender Rotschopf die Tür. "Mein Ritter in strahlender Rüstung!", entfuhr es dem zweiten Detektiv. Dann wurde Bob in eine stürmische Umarmung gezogen, die die Schmetterlinge in seinem Bauch zum Purzelbäume schlagen brachte. Für einen kurzen Moment fingen seine Gedanken an, sich damit zu befassen, wie es sich wohl anfühlen würde, Peter zu küssen. Dann ohrfeigte er sich innerlich. Er wollte doch über seinen Freund hingwegkommen. Dieser entließ ihn aus der Umarmung. "Na, Bobelle, wie geht es dir?" Oh, Gott, wenn er nur ansatzweise so rot aussah, wie er sich anfühlte, müsste irgendeine überirdische Macht mit ihm Erbarmen haben und dafür sorgen, dass der Erdboden ihn verschluckte. "Mir geht's ganz gut. Ich habe nicht behauptet, dass mich die Mathehausaufgaben ins Grab befördern.", versuchte er so gelassen wie möglich rauszubringen. Bevor Peter ihm antworten konnte, tönte eine Stimme aus Peters Zimmer. Eine Stimme, die definitiv zu Kelly Madigan gehörte. "Peter, wenn wir noch zu Kat's Party wollen, musst du dich wirklich beeilen. Du hast mir doch versprochen, dass wir dahin gehen." Der zweite Detektiv drehte sich unsicher zu seinem Zimmer um. "Wann müsst ihr denn los?", fragte Bob. Im Zweifel würde Peter eben abschreiben müssen. Kelly wartete nicht gerne.

Allgemein war die Freundin seines besten Freundes sehr darauf bedacht, dass ihre Bedürfnisse und Wünsche erfüllt wurden, während Peter meist im Hintergrund stand. Warum der das überhaupt noch mitmachte, war Bob ein Rätsel. Aber vielleicht sprach auch nur die Eifersucht aus ihm. "Die Party beginnt um 7. Kelly will so gegen Viertel vor losfahren.", erwiderte der Rothaarige. Der dritte Detektiv blickte kritisch auf die Uhr. Das bedeutete noch knappe 20 Minuten für die Hausaufgaben. "Dann sollten wir mal anfangen. Sonst bringt Mrs. Gale dich wahrscheinlich wirklich um."

Bob versuchte 10 Minuten lang auf verschiedenste Weise, Peter die Aufgaben verständlich zu machen. Kellys unentwegtes Genörgel half dabei eher weniger. Und so überließ er seinem Freund sein Matheheft, damit dieser die Aufgaben abschreiben und es ihm morgen wiedergeben konnte. Kurz darauf verabschiedete er sich von den Beiden. Dabei entgingen ihm Kellys beißende Blicke keinesfalls.

Als er die Haustür öffnete, kam seine Mutter überrascht aus der Küche. "Oh, Bob, ich hab so früh noch gar nicht wieder mit dir gerechnet. Ging es so schnell?" Er schüttelte nur kurz den Kopf. "Nein, Peter und Kelly waren noch auf eine Party eingeladen. Ich helfe ihm morgen vor dem Unterricht nochmal." Das war so nicht ganz wahr, aber seine Mutter stand Abschreiben und Spicken eher kritisch gegenüber. Gerade nickte sie allerdings nur wissend. "Isst du dann mit uns?", fragte sie nun. Bob schüttelte den Kopf. "Nein, Peter hatte Snacks vorbereitet. Ich hab gar keinen Hunger mehr." Wieder nicht die ganze Wahrheit. Um nicht zu sagen, eine reine Lüge. Aber die ganze Sache mit Kelly hatte Bob gehörig den Appetit verdorben. Er meinte, kurz Zweifel über die Gesichtszüge seiner Mutter huschen zu sehen. "Ehrlich gesagt, bin ich ziemlich müde, ich denke, ich gehe direkt ins Bett.", fügte er matt hinzu. Die Augenbrauen seiner Mutter schossen kaum merklich in die Höhe, nur um kurz darauf einem warmen Ausdruck. "Alles klar. Dann schlaf schön." Er wünschte ihr auch eine Gute Nacht und begab sich dann in sein Zimmer.

Er schloss die Tür hinter sich ab, setzte seinen Rucksack neben seinem Schreibtisch ab und öffnete leise das Fenster. Bob griff von außen hinter den Fensterrahmen, wo er seine Zigaretten und ein Feuerzeug deponiert hatte. Er rauchte nicht oft. Nur an Tagen wie heute. Der dritte Detektiv nahm die Zigarette zwischen die Lippen und zündete sie an. Er sog den Rauch in seine Lunge und pustete ihn kurz darauf aus dem Fenster. Das Rauchen hatte etwas meditatives für ihn. Es half ihm zu entspannen. Er rauchte ja auch nur gelegentlich. So war das schon okay. Er könnte jederzeit wieder aufhören.

Nachdem Bob die Zigarette aufgeraucht hatte. Zog er seine Klamotten aus und warf sie in die Waschmaschine. Spurenbeseitigung. Er putzte sich die Zähne, tauschte seine Kontaklinsen gegen seine Brille und suchte sich einen Schlafanzug heraus. Dann legte er sich ins Bett und versuchte durch lautstarke Musik seine Gedanken zu ersticken.

Als der Wecker den dritten Detektiv am nächsten Morgen aus dem Schlaf riss, hatte er das Gefühl kaum geschlafen zu haben. Der Tag konnte ja nur besser werden. Der blonde Junge schleppte sich ins Bad und stellte sich unter die Dusche. Er stellte das Wasser an und schreckte vor dem eiskalten Regen, der auf ihn herunterprasselte, zurück. Bob entschied sich zu warten, doch blieb auch nach mehreren Minuten das warme Wasser aus. Nachdem er sich für den Tag fertig gemacht hatte, packte er sich seinen Rucksack und schlurfte die Treppe hinunter. Am Kühlschrank hing ein Zettel. "Bin auf der Arbeit. Könnte länger werden. Dad sollte aber früh Feierabend machen können. Mom x" Da seine Mutter schon vor ihm aufgebrochen war, war natürlich auch die Kaffeekanne leer. Mit einem kritischen Blick auf die Uhr musste der dritte Detektiv ernüchternd feststellen, dass ihm keine Zeit mehr blieb sich noch eine Tasse zu machen. "Na, ganz toll.", murrte er zu sich selbst. Er verließ das Haus und setzte sich in seinen Käfer. Dort drehte er das Radio auf und startete den Motor, anschließend setzte Bob seinen Wagen Richtung Gebrauchtwarencenter T. Jonas in Bewegung.

Direkt nachdem der erste Detektiv zu ihm gestiegen war, kommentierte dieser seine Laune:"Welche Laus ist dir denn über die Leber gelaufen, Dritter?" "Dir auch einen wunderschönen guten Morgen, Just.", meckerte er. Er sah aus dem Augenwinkel wie Justus das Radio beäugte, als er sich wieder in den Straßenverkehr einfädelte. "Wag es ja nicht an meiner Musik rumzufuschen. Ich habe keinerlei Skrupel, dich bei laufendem Motor aus dem Auto zu stoßen.", mahnte der dritte Detektiv. Der Erste schaute ihn kurz verdattert an, lehnte sich dann aber in seinen Sitz zurück. "Würde es deiner Stimmung dienlich sein, wenn ich mich dazu bereit erklären würde, dir in der Cafeteria einen Kaffee zu spendieren?", sagte er dann in einem spitzen Ton. Bob rollte mit den Augen. "Ich hab schlecht geschlafen, okay? Dann war heute Morgen das warme Wasser aus.", der dritte Detektiv konnte die Lektion über die positiven Auswirkungen von einer kalten Dusche schon förmlich hören,"Nein, mir ist es egal, was Studien sagen. Ich brauche eine warme Dusche. Und dann war auch noch keine Zeit mehr, dass ich mir Kaffee machen konnte. Also ja, ich habe schlechte Laune. Zufrieden?" Justus nickte nur stumm.

Bob konzentrierte sich auf die Straße und bog kurze Zeit später auf den Schülerparkplatz der Rocky Beach High. Er stellte seinen Käfer neben Peters MG ab und die zwei Detektive stiegen aus. Ihr Kollege war wahrscheinlich schon mit Kelly zu den Spinden gegangen. Sie liefen den kurzen Weg zum Schulgebäude und traten ein. Die Massen an Schüler*innen zwangen dem dritten Detektiv das Bild einer Ameisenkolonie schon quasi auf. Alle waren zielstrebig unterwegs, ob zu ihren Spinden oder ihren Klassenzimmern. Justus, der in der ersten Stunde Physik hatte, verabschiedete sich und versprach ihm, in der ersten Pause einen Kaffee. Dann machte Bob sich zu seinem Spind auf.

Wie erwartet traf er dort auf Peter und Kelly. Sein Detektivkollege stand gegen seinen Spind gelehnt da, während seine Freundin ihn zutextete. Bei dem Anblick wie Kelly da stand und ihren Kopf lachend zurückwarf, wurde Bob beinahe schon schlecht. Er lief weiter auf seinen Spind zu und murmelte den Beiden einen Gruß entgegen. "Guten Morgen, Bob.", säuselte Kelly. Irgendwas war hier faul. "Sag mal," begann sie in einem Ton, der dem Detektiv den Magen umdrehte,"wie findest du eigentlich kreatives Schreiben?" Er warf ihr nur einen fragenden Blick zu. "Naja, du weißt schon.", die Cheerleaderin machte eine umschweifende Handbewegung,"Gedichte, Songtexte, solche Sachen." Bob konnte spüren wie sein Herz schneller schlug. Es war unmöglich, dass sie davon erfahren hatte. Alles, was er über Peter geschrieben hatte, war in seinem Notizbuch und das hatte er immer in seinem Rucksack. Immer. Auch gestern als er bei Peter war. Er musterte Kelly. Sie hatte ein süffisantes Lächeln auf den Lippen. "Ich weiß nicht ganz, worauf du hinaus willst.", er versuchte dabei unberührt zu klingen, doch merkte selbst, dass er versagt hatte. Seine Stimme zitterte. "Ach, komm schon, Bob. Vor Peter und mir kannst du's doch zugeben.", flötete sie weiter. Er fühlte sich gefangen. Er schaute hilflos zum Zweiten Detektiv, der ihn nur mit großen Augen ansah. "Also gut, ich habe heute morgen in Peters Zimmer dein Notizbuch gefunden. Ich dachte eigentlich, dass es seins wäre und naja, da habe ich mir erlaubt reinzuschauen und ich muss sagen, ich war echt überrascht. Dann ist mir aufgefallen, dass ja vorne dein Name draufsteht. Ich bin auch manchmal echt ein Dummerchen." Oh nein. Bitte nicht. Kelly lehnte sich nun an Peter. "Das war echt interessant, was da so drinstand. Warte.", sie öffnete ihren Spind und zog Bob's Notizbuch daraus hervor. Dann blätterte sie langsam darin. Sie legte gekünstelt ihren Finger auf die Seite. "Hier zum Beisp-", bevor sie weitermachen konnte, unterbrach er sie. "Bitte, Kelly, lass gut sein." Dann schnappte er sich das Notizbuch aus ihrer Hand und flüchtete so schnell wie möglich.

Er fühlte sich taub. Alles um ihn herum verschwamm und da war ein Klingeln in seinen Ohren. Seine Füße trugen ihn zu seinem Auto und er setzte sich ans Steuer. Dann ließ Bob den Kopf nach vorne fallen und Tränen begannen sich in seinen Augen zu sammeln. Das war's dann wohl. Er würde Peter nie wieder unter die Augen treten können. Die Drei Fragezeichen waren somit auch Geschichte. Er stieß einen lauten Schrei aus. "Verdammt", brüllte er hinterher. Dann hob er den Kopf und fing an auf sein Lenkrad einzuprügeln.

Er musste sich beruhigen und nach Hause fahren. Er brauchte dringend eine Zigarette. Der dritte Detektiv zog seine Ärmel über die Hände und wischte die Tränen weg. Dann starrte er ins Leere. Er würde das schon irgendwie schaffen. Er hatte das Wochenende Zeit, um sich einen Plan zu überlegen. Einen Plan. Genau. Das war gut. Er erschrak, als es plötzlich an seiner Scheibe klopfte. Er drehte den Kopf, nur um die letzte Person zu sehen, mit der er gerade reden wollte. Peter.

Bob drehte seinen Schlüssel im Zündschloss um und legte den Rückwärtsgang ein. Er fing an, langsam zurückzusetzen, doch war er gezwungen zu bremsen, als der zweite Detektiv sich einfach hinter seinen Käfer stellte. Er kurbelte das Fenster herunter und streckte seinen Kopf heraus. "Willst du etwa, dass ich dich überfahre?", brüllte er seinen Kollegen an. Peter starrte nur. "Kannst du bitte aus dem Weg gehen? Ich wäre ungern der Grund für das Ende deiner Sportkarriere." Erst dachte Bob, es wäre so einfach gewesen, denn sein Freund bewegte sich. Allerdings nicht einfach aus dem Weg, sondern geradewegs auf die Beifahrerseite seines Autos zu, dessen Tür er ohne Weiteres öffnete und sich auf den Sitz fallen ließ. "Steig aus.", blaffte der dritte Detektiv Peter an. "Wir müssen reden, Bob." Er schüttelte den Kopf. Er wollte nicht reden. Er wollte einfach nur nach Hause in sein Bett. Er wusste genau, was Peter sagen würde. "Steig aus, Peter. Ich will dich nicht hier haben." Das war gelogen. Aber das hatte den Zweiten nicht zu interessieren. Dieser machte allerdings keine Anstalten sich nur im Geringsten zu bewegen. Da ihm keine andere Möglichkeit blieb, fuhr Bob den Käfer zurück in seine Parklücke, zog den Schlüssel, griff seinen Rucksack und öffnete seine Tür. Ohne ein weiteres Wort, war er ausgestiegen und stiefelte davon. "Bob, jetzt warte doch mal.", konnte er Peter rufen hören.

Er lief einfach weiter. Er wusste nicht wohin. Einfach weg. Weg von Kelly. Weg von Peter. Weg von seinen Gefühlen. Die Gefühle, die alles kaputt gemacht hatten. Bob traute sich nicht, sich umzudrehen. Er spürte wie sein Handy in seiner Hosentasche vibrierte. Er ignorierte es einfach. Mittlerweile war er im Schulgebäude. Dort lief er zu einer der Toiletten und schloss sich in einer Kabine ein. Ihm war bewusst gewesen, dass Kelly krankhaft eifersüchtig sein konnte. Und dass ihr das Detektivbüro ein Dorn im Auge war, war sowohl ihm, als auch seinen Kollegen bekannt, doch das sie so weit gehen würde, hätte er niemals gedacht. Sie hatte seine Privatsphäre komplett ignoriert, nur um Peter für sich zu haben.

Sein Handy vibrierte erneut. Der dritte Detektiv zog es vorsichtig aus seiner Hosentasche. Peters Name leuchtete auf dem Display auf. Er drückte den Anruf weg. Warum konnte er nicht einfach akzeptieren, dass es besser so war? Er hätte beinahe schon automatisch auf den roten Hörer gedrückt, als er im letzten Moment Justus' Namen las. Er nahm ab. "Bob, was ist los? Peter hat mich gerade unter einem Vorwand aus dem Physikunterricht geholt und nur wage Andeutungen gemacht. Er sucht dich. Wir machen uns Sorgen." Was hatte er Justus erzählt? Er hatte sich seinen Freunden gegenüber nicht geoutet. Seine Begründung für die Trennung von Liz war, dass sie sich auseinandergelebt hatten. Als dann keine Freundin mehr kam, hatten die Beiden keine Fragen gestellt. "Es ist alles in Ordnung. Ich will einfach etwas alleine sein." Das war eine miserable Lüge. "Wenn ich dir das einfach so glauben würde, wäre ich ein miserabler Detektiv.", Just legte eine Pause ein,"Pass auf. Sag mir, wo du bist. Wir fahren zu mir. Tante Mathilda wollte Kirschkuchen backen. Dann können wir in Ruhe reden." Bob schluckte. War er bereit darüber zu reden? Andererseits würde er Justus auch nicht so schnell abwimmeln können. "Und was ist mit Peter?", schob er den einzigen Vorwand ein, der ihm einfiel. "Lass das mal meine Sorge sein. Wir treffen uns in 10 Minuten bei deinem Auto." Damit war das Gespräch für den ersten Detektiv beendet.

Bob schloss seine Kabine wieder auf und verließ die Toilette. Er hoffte inständig, dass er Peter nicht in die Arme laufen würde. Er konnte einfach nicht in das Gesicht seines Freundes blicken, wenn er ihm die Wahrheit gestand.

Der Tag war wohl nicht komplett gegen ihn, denn er schaffte es ohne weitere Probleme zu seinem Käfer zu gelangen, wo Justus schon wartete. Sie stiegen ein und Bob fuhr los. Dafür, dass der erste Detektiv nicht für sein Taktgefühl bekannt war, schlug er sich ganz gut. Er konnte die Neugier schon förmlich riechen, doch Just ließ ihm Zeit. "Ich halte kurz bei mir Zuhause an. Ich muss noch etwas holen. Du kannst einfach kurz im Auto warten. Oder du wartest in der Küche?", schlug Bob vor. Den eigentlichen Grund verschwieg er seinem Freund. "Ich kann im Auto warten."

Nachdem der dritte Detektiv seinen Käfer im Hof geparkt hatte, schloss er die Haustür auf und rannte beinahe schon in sein Zimmer. Er öffnete schnell sein Fenster und holte seine Zigaretten aus ihrem Versteck hervor. Er zündete sich schnell eine an und nahm einen tiefen Zug. Als er den Rauch langsam ausatmete, merkte er, wie seine Nerven etwas ruhiger wurden. Er nahm einen weiteren Zug. Er beeilte sich, damit Justus nicht ungeduldig wurde. Dann brachte er seinen Pullover in den Wäschekorb und warf sich einen Neuen über. Er benutzte noch schnell sein Deo. Dann suchte er auf seinem Schreibtisch die Zeichnung von der Zentrale, die er für Justus angefertigt hatte. Anschließend beeilte er sich wieder ins Auto zu kommen. Er überreichte Just die Zeichnung. "Die hab ich für dich gemacht.", ergänzte er. Sein Kollege lächelte ihn am. "Danke, Dritter. Die ist wirklich gut." Der dritte Detektiv startete den Motor und fuhr zum Schrottplatz.

Wie versprochen trug der Wind ihnen den Duft von Tante Mathildas Kirschkuchen entgegen. Bobs Magen begann zu knurren und ihm wurde bewusst, dass er seit gestern Mittag nicht mehr gegessen hatte. Justus öffnete die Haustür. Dann bogen die Beiden in die Küche ein, wo Tante Mathilda gerade den Kuchen aus dem Ofen holte. "Justus Jonas!", rief diese erschrocken, "Solltest du nicht in der Schule sein?" Dann bemerkte sie Bob. Anscheinend sah er in etwa so elendig aus, wie er sich fühlte, denn sie nickte nur und sagte:"Nehmt euch gerne etwas Kirschkuchen. Ich bin im Büro, falls ihr mich braucht." Somit verschwand sie aus der Küche. Der erste Detektiv nahm ein Messer aus einer der Schubladen und schnitt zwei Stücke Kuchen, dann beförderte er diese auf zwei Teller und stellte sie auf den Küchentisch. Bob öffnete die Besteckschublade und holte zwei Gabeln heraus. Danach setzten sie sich hin.

"Soll ich dir sagen, was Peter mir erzählt hat oder willst du es mir lieber in deinem Tempo erzählen?", fragte sein Freund nun. Der dritte Detektiv pikste einen Bissen Kuchen auf und aß diesen. "Ich bin schwul.", sagte er dann. 3 Worte, die er so lange geheim gehalten hatte. Jetzt war es raus. Justus nickte nur. "Und ich bin in Peter verliebt." Justus nickte erneut. Bob starrte seinen Kuchen an. "Ich-", er holte tief Luft, "Ich wollte einfach abwarten bis das vorübergeht. Aber manchmal da musste ich meinen Gefühlen irgendwie Luft machen. Dann habe ich geschrieben. Gedichte. Songtexte. Sowas. Als ich gestern bei Peter war, um ihm bei den Hausaufgaben zu helfen, muss Kelly mein Notizbuch aus meinem Rucksack genommen haben. Sie sagt, es wäre bei Peter rumgelegen.", der dritte Detektiv tippte sich mit der Gabel gegen die Stirn,"als ob ich so blöd wäre und das bei Peter rumliegen lasse." Bei dem Gedanken an heute Morgen musste Bob sich zwingen, nicht sofort in Tränen auszubrechen. "Heute Morgen standen die Beiden bei den Spinds. Sie hat so merkwürdige Andeutungen gemacht. Dann ist sie mit der Sprache rausgerückt. Bevor sie sagen konnte, was ich geschrieben habe, hab ich ihr das Notizbuch weggenommen und bin verschwunden.", er aß noch etwas Kuchen, "Naja, dann wollte ich nach Hause, aber Peter wollte mich nicht in Ruhe lassen. Ich kann das nicht, Just. Ich kann nicht Zeuge davon werden, wie es ist, wenn Peter mich hasst. Es tut mir so leid, Justus. Ich hab alles kaputt gemacht. Unsere Freundschaft und die Drei Fragezeichen. Das war's. Und es ist alles meine Schuld.", nun konnte er die Tränen nicht mehr zurückhalten.

Wie herbeigezaubert hielt Justus ihm ein Taschentuch hin, dass er dankend annahm. "Darf ich jetzt etwas dazu sagen?" Bob nickte. "Erstens bin ich dir sehr dankbar, dass du mir das alles erzählt hast, auch wenn ich schon meine Vermutungen hatte. Zweitens trifft dich keine Schuld. Allenfalls hat Kelly Schuld. Drittens denke ich nicht, dass Peter dich hassen wird." Der dritte Detektiv lachte nur trocken. Bevor er jedoch etwas erwidern konnte, hörte man Motorengeräusche auf dem Hof. Bob blickte aus dem Fenster und erkannte sofort Peters MG. Panisch blickte er Just an. "Ich denke, ihr solltet miteinander reden.", sagte dieser nur bestimmt. "Ich sage Peter, dass er in der Zentrale warten soll.", fügte er dann hinzu und stand auf. Seinen Kirschkuchen musste er irgendwann während Bobs Monolog vertilgt haben. Auch der dritte Detektiv verspeiste sein Stück nun. Dann stand er auf. Es half Alles nichts. Er musste es tun. Justus wartete an der Haustür auf ihn und zog ihn in eine kurze Umarmung. Diese besondere Geste brachte Bob schon wieder den Tränen nahe. Bevor der dritte Detektiv die Tür öffnete, sagte Justus nur knapp in einem neutralen Ton:"Du solltest mit dem Rauchen aufhören, Kollege." Dann ging er den Gang hinunter und ließ Bob stehen.

Patrick und Kenneth winkten Bob zu als er über den Schrottplatz Richtung Kaltes Tor lief. Bob hob kurz die Hand zum Gruß. Dann verschwand er durch den Kühlschrank. Als er einen ersten Blick in die Zentrale erhaschte, sah er, wie Peter auf- und abtigerte. Seine Augen sahen etwas verquollen aus. Das alles war seine Schuld. So gerne, er einfach weggerannt wäre, er musste da jetzt durch. Er betrat die Zentrale. "Hallo", murmelte er. Der zweite Detektiv drehte sich erschrocken zu ihm um und schaute ihn mit großen Augen an. "Hey, Bob.", grüßte er. Dann setzte er sich aufs Sofa und fing an seine Finger zu kneten. "Hör zu-", begann Peter zeitgleich wie Bob anfing, "Ich muss-", zu sagen. Sein bester Freund (?) schluckte. Warum war er so nervös? "Bob, es tut mir leid.", brachte er dann schließlich hervor. Der blonde Junge schaute betreten zu Boden. Das war es jetzt also. Die Abschiedsrede. Langsam ließ er sich zu Boden sinken. Er konnte das unmöglich im Stehen anhören. "Kelly hätte das nicht machen dürfen. Das war total übergriffig. Ich hab Schluss gemacht.", quetschte der Rothaarige dann hervor. Bob musste sich verhört haben. Hatte er etwa schon wieder einen Schlag abbekommen? War dieser ganze Tag vielleicht auch nur ein absurder Komatraum? Oder hatte er jetzt völlig den Verstand verloren? Peters Stimme drang leise zu ihm durch:"Bob? Bitte sag doch was." Der dritte Detektiv hob seinen Blick. "Es tut mir leid, Peter. Ich wollte nie, dass du es erfährst. Schon gar nicht so. Ich bekomme das irgendwie in den Griff, ich versprech's dir. Bitte, bitte, hass mich nicht.", Bob hatte so schnell gesprochen, dass ihm jetzt die Luft fehlte. Er starrte seine Füße an. Er bemerkte, dass Peter sich bewegte und plötzlich ließ sich dieser vor ihm nieder. "Kannst du mich bitte anschauen?", fragte der Zweite dann. Der dritte Detektiv hob widerwillig den Kopf, dann nahm Peter seine Hände. "Ich bin dir absolut nicht böse und ich könnte dich niemals hassen." Bob starrte an ihm vorbei:"Ich hab deine Beziehung kaputt gemacht." Der zweite Detektiv nahm nun sein Gesicht in seine Hände und zwang ihn somit, ihn anzusehen. "Du hast meine Beziehung nicht kaputt gemacht. Das hat Kelly ganz alleine hinbekommen. Genaugenommen, war das schon lange kaputt. Aber Kelly hatte mich so im Griff, ich habe mich einfach nicht getraut, etwas zu ändern. Das heute war zu viel. Was sie mit mir macht, ist eine Sache. Aber dich da mit reinzuziehen, war einfach eine Nummer zu groß. Wenn ich ehrlich bin, war ich nur noch mit ihr zusammen, weil das schon immer so war. Wirklich etwas für sie empfunden habe ich schon lange nicht mehr." Bob schluckte. Peter meinte doch nicht- Nein. Das war sein Wunschdenken. "Was willst du damit sagen?" "Ich weiß es nicht. Ich bin so verwirrt. Ich-", dann schaut Peter ihm so tief in die Augen, dass er das Gefühl hatte, er würde jeden einzelnen Partikel seiner Seele sehen können. Oh Gott. Er würde hier und jetzt sterben. Vielleicht war er auch schon lange tot. Er hörte den zweiten Detektiv tief einatmen.

"Ich würde dich gerne küssen." Bob riss die Augen weit auf. Das war definitiv ein ordentlicher Haschimitenfürst, den er sich da eingefangen hatte. "Darf ich?", fragte Peter dann. Er konnte einfach nur starren. Passierte das grade wirklich? Peter Shaw, sein bester Freund, bester Sportler der Rocky Beach High von dem er bis gerade gedacht hatte, dass er straight sei, wollte ihn küssen? Das musste ein Hirngespinst sein. Es gab keine andere logische Erklärung. "Bob, kannst du bitte was sagen? So langsam machst du mir Angst." Dieser schüttelte nur den Kopf. "Ich muss mir einen Haschimitenfürst eingefangen haben.", fügte er dann noch hinzu. Peter lachte sanft. Die Schmetterlinge in Bobs Bauch machten Saltos. "Das ist kein Haschimitenfürst, Bob." "Sicher?" "Ganz sicher, Bob", versicherte Peter. "Und du machst das nicht, weil du Mitleid mit mir hast?", fragte der Dritte unsicher. "Ich denke- Nein, eigentlich weiß ich, dass ich auch in dich verliebt bin. Ich war nur zu blind, das zu sehen.", er machte eine kurze Pause, "Darf ich dich jetzt küssen?" Bob konnte nur Nicken. Innerhalb von wenigen Stunden hatte sich sein ganzes Leben auf den Kopf gestellt. Er hatte sich bei seinen besten Freunden geoutet. Naja, eigentlich nur bei Justus. Was Peter wusste, war ihm nicht genau klar. Er war kurz davor wieder panisch zu werden, doch da trafen Peters Lippen auf seine und es war als würde all die Anspannung in ihm explodieren. Auch die Schmetterlinge in seinem Bauch waren noch aufgeweckter als je zuvor. Seine Hände schienen sich selbstständig gemacht zu haben, denn er musste feststellen, dass sie sich nun an Peters Nacken befanden. Dessen Hände verhakten sich in Bob's Haaren und zogen ihn so nah an sich, wie anatomisch möglich. Der dritte Detektiv hätte ewig so bleiben können, wenn da nicht ein Klopfen an der Tür des Wohnwagens gewesen wäre.

"Kann ich die Tür aufmachen oder könnte das in einer traumatischen Erfahrung für mich enden?", hörten sie Justus' Stimme durch die Tür fragen. Bob spürte wie er hochrot anlief. Peter hingegen schien komplett cool zu sein. Doch als er genauer hinsah, konnte er eine leichte Röte unter seiner sonnengebrannten Haut entdecken. "Kannst reinkommen, Just!", rief der zweite Detektiv dann. Die Tür öffnete sich sofort und der erste Detektiv trat ein. "Sag mal, was denkst du denn von uns!", fuhr Peter den Ersten an. "Ich gehe lieber auf Nummer sicher. Ich freue mich, dass ihr das endlich geklärt habt, Kollegen. Das war ja nicht mehr mitanzusehen." Bob schaute nur verdattert. "Du willst uns also weiß machen, dass du schon wieder vorher alles wusstest? Justus Jonas, das große Liebesorakel.", zog Peter ihren Kollegen auf. "Also entschuldige mal. Das hat absolut nichts mit Orakel zu tun, meine Aussage basierte lediglich auf Beobachtungen, die ich in den letzten Monaten nicht vermeiden konnte. Des Weiteren wollte ich nur in Erfahrung bringen, ob es in eurem Sinne wäre, wenn ich eine Pride Flag für die Zentrale besorge. Da wir alle queer sind, sehe ich das nur als angemessen an." Bob und Peter wechselten nun überraschte Blicke. Dann brachen sie in Gelächter aus. "Kollegen, dies ist eine ernste Angelegenheit.", mahnte Justus. Peter versuchte ihm unter Lachen zu erklären, dass es ja wohl wirklich komisch sei, dass 3 queere Jugendliche in einer Kleinstadt sich dazu entscheiden, ein Detektivbüro zu gründen, ohne voneinander oder auch sich selbst zu wissen, dass sie queer waren. "Eine gewisse Komik kann ich nicht abstreiten. Nur damit ihr es wisst, ich bin auf dem AroAce-Spektrum." Die zwei anderen Detektive wurden ernster. "Danke, dass du dich uns anvertraust.", antwortete Peter. Bob nickte zustimmend. "Also ich finde, dass verlangt nach einer Gruppenumarmung.", meinte er dann. Justus wollte gerade den Mund öffnen, doch da zogen die Anderen ihn schon in ihre Arme.

Einige Stunden später saßen die Drei Fragezeichen auf dem Sofa in der Zentrale über dem nun eine große Pride Flag prangte. Auf dem Tisch standen Teller mit Kirschkuchen und Cola Flaschen. Auch wenn Justus zunächst Angst hatte, dass ein Beziehungswechsel seiner zwei Kollegen, negative Auswirkungen auf ihr Detektivbüro haben könnte, war er sich nun des Gegenteils sicher. Die Beiden hatten einen großen Teil ihrer Selbst geöffnet. Auch die Freundschaft der Drei war durch die Offenheit gestärkt worden. Nichts konnte die Drei Fragezeichen jemals trennen.

Notes:

Also eigentlich ging ich davon aus, dass das so ca. 2k Wörter werden... Tja... Falsch gedacht...

Ich hoffe, euch hat es gefallen und ich hab die Charakterisierung nicht allzu sehr vermasselt.

Wollte noch anmerken, ich bin mir so unschlüssig wie ich zu Kelly stehe. In Kombination mit Liz und Lys find ich sie eigentlich echt cool, aber so alleine ist sie ein bisschen anstrengend. Aber ich hab auch schon echt gute ffs gelesen, in denen sie voll nett war. Hier ist sie jetzt eben so, mal sehen, was wird.